
Weihnachtswichteln 2025 - Dome Keeper
Ein entspanntes Roguelike und damit genau das Richtige für die Feiertage zwischen den Jahren.
Einleitung
Beim M10Z-Weihnachtswichteln durfte ich mich dieses Jahr über ein Spiel von Thomas (im Forum aka VfBFan) freuen. Und er hat mich mit Dome Keeper bewichtelt, einem Spiel, das die Steam-Bühne am 27.09.2022 betreten hat und dort bei aktuell (Stand 06.01.2026) 15.380 Nutzerrezensionen bei 92 Prozent positiven Bewertungen steht. Mal sehen, ob auch ich am Ende im “Positiv”-Lager stehe.
Entwickler/Publisher
Das Spiel wurde von bippinbits entwickelt, einem deutschen Studio, das vor Dome Keeper noch für Of Mice and Moggies verantwortlich zeichnete und aktuell an Planetenverteidigungskommandant arbeitet, das im 3. Quartal 2026 erscheinen soll.
Gepublished wurde Dome Keeper von Raw Fury, das nicht zuletzt auch Blue Prince herausgebracht hat.
Spielinhalt
Die Entwickler beschreiben das Spiel als “Mining-Roguelike gegen Wellen von Aliens”, und damit ist das Setting auf den Punkt genau beschrieben. An Lore gibt es nicht viel zu wissen. Man landet als “Wächter” mit einem kuppelartigen Raumschiff auf einem fremden Planeten, hat die Aufgabe, das Erdreich unterhalb der Kuppel nach Mineralien und Wasser zu durchsuchen und diese abzubauen.
Mit den geschürften Materialien kann man dann die Kuppel mit verschiedenen Upgrades verbessern, was auch bitter nötig ist, denn die Lebewesen, die den Planeten bewohnen, haben etwas gegen unsere Anwesenheit und versuchen immer wieder und in schwerer werdenden Wellen, unsere Kuppel zu zerstören.

Im Normalmodus gilt es außerdem, ein Relikt aus vergangenen Zeiten zu finden, abzubauen und zurück an die Oberfläche zu finden. Hat man das Relikt gefunden, gibt es noch eine letzte, besonders starke Angriffswelle und danach ist der Run gewonnen.
In einem zweiten Modus kann man spezielle Aufträge der sogenannten “Wächtergilde” annehmen und muss dafür spezielle Herausforderungen bewältigen (z. B. eine bestimmte Menge Eisen an die Wächtergilde abliefern, ein Labyrinth meistern oder mit veränderter Gravitation zurechtkommen). Außerdem kommen mit der Zeit neue permanente Gadgets und Kuppelvarianten hinzu sowie zuätzliche Wächtertypen mit unterschiedlichen Stärken.
Die Grafik
Zur Grafik gibt es meines Erachtens nicht viel zu sagen. Wie Ihr schon aus den beiden Screenshots oben erkennen könnt, wartet Dome Keeper mit einem Pixellook auf, der mich auf den ersten Blick ein bisschen an Vampire Survivors erinnert hat. Auf den zweiten Blick hinkt der Vergleich aber natürlich ziemlich heftig, schon weil Vampire Survivors einen Top-Down-Blickwinkel nutzt, während man bei Dome Keeper von der Seite auf das Geschehen schaut, ähnlich wie bei DAVE THE DIVER. Wie dem auch sei, mit der Grafik gewinnt das Spiel meiner Meinung nach keinen Preis, auch wenn man sagen muss, dass die Atmosphäre durchaus stimmig ist und die Spielwelten je nach Auftrag auch immer ein bisschen im Farbton und in den Assets variieren. Fans von Pixellook kommen also auf ihre Kosten, alle anderen müssen da halt durch und auf ein umso besseres Gameplay hoffen :-)
Das Gameplay
Das Gameplay ist durchaus intuitiv. Ich habe Dome Keeper hauptsächlich auf dem Steamdeck gespielt und vermute, dass es mit einem deutlichen Konsolenfokus entwickelt worden ist. Jedenfalls lief alles sehr flüssig, die Bedienung mit Stick und Knöpfen machte einen durchdachten Eindruck und hat auch einen eher langsam lernenden Spieler wie mich nicht überfordert. Großen Skill braucht man für Dome Keeper also nicht.
Der Reiz bzw. die Herauforderung des Spiels besteht, wie bei den meisten Roguelikes, darin, für die jeweilige Aufgabe zur richtigen Zeit die richtige Strategie zu wählen. Man muss also laufend überlegen, welches Gadget bzw. welche Fähigkeit gerade wichtiger ist. Brauche ich aktuell eher mehr Ressourcentransportkapazität, mehr Geschwindkeit oder mehr Bohrkraft? Sollte ich meine Ressourcen stattdessen vielleicht in die Kuppelverteidigung investieren, um die kommenden, immer stärker werdenden Wellen zu überleben? Wo sollte ich am besten weitersuchen, um die nächsten Ressourcenlager zu finden? Und wo zum Teufel versteckt sich das wertvolle Relikt?
Und natürlich schadet am Ende auch nicht das gewisse Quentchen Glück nicht, genau zur richtigen Zeit das Upgrade zu bekommen, das man gerade am dringendsten nötig hat.
Spielspaß
Ich habe bei Dome Keeper mittlerweile 11,5 Stunden Spielzeit auf der Uhr und gleich die erste Session hat mich eineinhalb Stunden in Bann gehalten. Das Spiel läuft einfach flüssig und gemütlich von der Hand, selten kommt Stress auf, man kann es entspannt am Abend auf der Couch spielen und bekommt nebenher sogar noch etwas von der Dokumentation im Fernseher mit, wenn man denn möchte. Gleichzeitig fühle ich mich immer angespornt, noch einen weiteren Run zu versuchen, “nur noch einen weiteren”. Falls man, wie ich, in seinem Tagesplan nur ein begrenztes Kontingent an Spielzeit hat, ist das tendenziell gefährlich, denn pro Run muss man durchaus 30 Minuten einplanen, manchmal auch deutlich mehr.
Aber keine Angst, die Entwickler haben hier mitgedacht. Man kann das Spiel jederzeit pausieren und sogar verlassen. Startet man dann das Spiel wieder, macht man genau dort weiter, wo man aufgehört hat. Da ist man doch gleich noch entspannter und startet ohne schlechtes Gewissen den nächsten Lauf! :-)
Fazit
In der Gesamtschau ist Dome Keeper als entspanntes und - zumindest im Normalmodus - nicht allzu schweres Roguelike für Zwischendurch auf jeden Fall zu empfehlen. Auch ich werde sicherlich immer wieder zu dem Spiel zurückkehren, insbesondere, wenn ich mit dem Steam Deck im Zug unterwegs bin oder wenn ich nach einem langen Arbeitstag eigentlich noch spielen will, aber keine Lust mehr habe, den Rechner anzumachen und ein “großes” Spiel zu starten, sondern lieber gemütlich auf der Couch liegen möchte.